Was ist Klimatherapie?
Seit dem 29. Juni 2023 ist Mariánské Lázně als Luftkurort klassifiziert.
Nach der fachlichen Definition ist die Klimatherapie die aktive, gezielte und dosierte Anwendung von Klimakomponenten. Sie findet unter ärztlicher Aufsicht statt und ein wichtiger Bestandteil ist die Abwechslung verschiedener emotional ansprechender Aktivitäten je nach Alter des Klienten.
Das milde Reizklima eignet sich insbesondere für die Behandlung von Atemwegserkrankungen, es ist geeignet für Rekonvaleszenten nach schweren Infekten, für chronisch atmende Klienten mit z.B. Asthma bronchiale.
Wie jede Therapie muss auch die Klimatherapie individuell verordnet werden, wobei der allgemeine Gesundheitszustand und alle Erkrankungen berücksichtigt werden müssen. Einem älteren Herz- oder Diabetiker wird eine andere Klimatherapie verordnet, einem Sportler mit einer Hauterkrankung eine andere. Regelmäßige Kontrollen des Blutdrucks und der Herzfrequenz sind unerlässlich, ebenso wie die regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerkonzentration (Glykämie) bei Diabetikern und der Sauerstoffsättigung des Blutes bei Patienten mit Atembeschwerden.
Eine wesentliche Voraussetzung für eine wirksame Klimatherapie ist auch die Pflege der Vegetation und der Wasserläufe im Kurgebiet und seiner Umgebung, nicht nur aus gesundheitlichen, sondern auch aus ästhetischen Gründen. Die positiven Eigenschaften des Klimas werden während eines Kuraufenthaltes auch mit Sinneswahrnehmungen kombiniert. Akustische, optische und olfaktorische Reize wirken auf das zentrale Nervensystem und tragen so dazu bei, gesundheitliche Beschwerden zu lindern und bei chronisch Kranken die Remission der Krankheit zu verlängern oder deren Fortschreiten zu stoppen.