Die Nieren sind für unser Leben ebenso wichtig wie Herz oder Lunge. Sie sorgen für die Ausscheidung von Abfallstoffen aus dem Körper über den Urin und regulieren den Flüssigkeitshaushalt. Nierenerkrankungen machen sich oft lange Zeit kaum bemerkbar. Eine Nierenkolik hingegen erkennt man sofort – sie zählt zu den stärksten Schmerzen überhaupt.
Wie arbeitet eine gesunde Niere
Die Niere ist ein komplexes Filtersystem mit präzise aufgeteilten Funktionen. Man kann sie sich wie ein doppelt gebogenes Rohr unter dem Waschbecken vorstellen. In der s.g. Henle-Schleife entsteht der konzentrierte Harn, der anschließend weiter gefiltert wird, bis eine Flüssigkeit verbleibt, die hauptsächlich aus Wasser, Harnstoff und Natriumchlorid besteht. Jeder Abschnitt erhält klare Anweisungen – das ausscheiden, das zurückhalten. Aus einer gesunden Niere geht kein Tropfen Zucker oder Eiweiß in den Urin aus.
Wenn die Nieren um Aufmerksamkeit bitten
Schüttelfrost, Fieber, Brennen oder Schneiden beim Harnen – typische Anzeichen der Entzündung, die man nicht übersieht. Doch ermüdete Nieren melden sich viel leiser. Ihre Überlastung geht oft in der allgemeinen Erschöpfung des Körpers unter. Wird dem Körper zu wenig Flüssigkeit zugeführt, treten Schmerzen in der Flanke auf. Diese werden jedoch häufig auf Sport, Gartenarbeit oder langes Sitzen zurückgeführt.
Wenn Nieren und Blutdruck nicht harmonieren
Hoher Blutdruck und eingeschränkte Nierenfunktion hängen eng zusammen. Den Druck spüren nicht nur Herz und Gefäße, sondern auch die Nieren. Ähnlich wie bei alten Wasserleitungen, bei denen ein zu hoher Druck langfristig Schäden verursacht, kann es auch hier zu Funktionsstörungen kommen. Viele Menschen suchen leider erst dann ärztliche Hilfe, wenn das Organ bereits versagt. Nicht selten werden Patienten erst im fortgeschrittenen Stadium, teilweise sogar erst bei Beginn einer Dialyse, diagnostiziert.
Wie Sie Ihre Nieren schützen können
- Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr – täglich 1,5 bis 2,5 Liter, im Sommer mehr. Grundlage ist reines Wasser, ergänzt durch Tees und Mineralwasser.
- Vermeiden Sie die Auskühlung – Kälte von den Füßen her reizt häufig die Harnwege und kann der erste Schritt zu der Entzündung sein.